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Wärmepumpe

Wärmepumpe vs. Gasheizung: Der große Kostenvergleich 2026

Thomas Weber
Heizungsexperte
10. Januar 2026 5 Min. Lesezeit

Die Entscheidung zwischen Wärmepumpe und Gasheizung ist eine der wichtigsten bei der Heizungssanierung. Wir vergleichen beide Systeme über 20 Jahre und zeigen Ihnen, welche Option sich wann lohnt.

1. Anschaffungskosten im Vergleich

Bei den Anschaffungskosten liegt die Gasheizung traditionell vorne – doch der Abstand wird durch staatliche Förderungen immer geringer:

Wärmepumpe

  • Luft-Wasser-WP 15.000 - 25.000 €
  • Sole-Wasser-WP 20.000 - 35.000 €
  • Nach Förderung (ca.) 10.000 - 20.000 €

Gasheizung

  • Gas-Brennwert 8.000 - 12.000 €
  • Mit Solarthermie 14.000 - 20.000 €
  • Keine Förderung mehr! 0 €

Wichtig: GEG 2024

Seit dem 1. Januar 2024 dürfen in Neubauten keine reinen Gasheizungen mehr eingebaut werden. Auch im Bestand wird der Einbau ab 2026 in vielen Kommunen stark eingeschränkt.

2. Betriebskosten über 20 Jahre

Bei den Betriebskosten zeigt sich der wahre Vorteil der Wärmepumpe. Hier ein Rechenbeispiel für ein Einfamilienhaus mit 150 m² Wohnfläche:

Kostenart Wärmepumpe Gasheizung
Jährliche Energiekosten 1.200 € 1.800 €
Wartungskosten/Jahr 150 € 250 €
CO₂-Steuer (steigend) 0 € 300-800 €/Jahr
Gesamtkosten 20 Jahre ca. 27.000 € ca. 55.000 €

Ersparnis mit Wärmepumpe

Über 20 Jahre können Sie mit einer Wärmepumpe bis zu 28.000 € Betriebskosten sparen – selbst wenn die Anschaffungskosten höher sind, rechnet sich die Investition langfristig.

3. Fördermöglichkeiten

Die staatliche Förderung macht den Umstieg auf eine Wärmepumpe noch attraktiver:

Grundförderung: 30%

Für alle Wärmepumpen als Ersatz für fossile Heizungen

Effizienz-Bonus: +5%

Für besonders effiziente Wärmepumpen (natürliche Kältemittel)

Geschwindigkeits-Bonus: +20%

Bei Austausch von Öl-, Gas- oder Kohleheizungen bis Ende 2028

Maximalförderung: bis zu 70%!

Bei Kombination aller Boni (max. 21.000 € bei 30.000 € Investition)

4. Umweltbilanz

Die Wärmepumpe hat eine deutlich bessere CO₂-Bilanz – besonders in Kombination mit Ökostrom oder einer eigenen PV-Anlage:

0,8 t

CO₂/Jahr mit Wärmepumpe
(Strommix 2026)

4,2 t

CO₂/Jahr mit Gasheizung

5. Fazit: Wann lohnt sich was?

Wärmepumpe empfohlen bei:

  • Gut gedämmten Gebäuden
  • Fußbodenheizung vorhanden
  • PV-Anlage geplant oder vorhanden
  • Langfristige Wohnplanung
  • Neubau oder Kernsanierung

Übergangsweise Gas möglich bei:

  • Unsaniertem Altbau (erst dämmen!)
  • Nur Heizkörper vorhanden
  • Kurzfristigem Bedarf (<5 Jahre)
  • H₂-Ready Gasheizung wählen!

Unser Fazit: In den meisten Fällen ist die Wärmepumpe heute die bessere Wahl. Durch die hohe Förderung, niedrigere Betriebskosten und die zukunftssichere Technologie amortisiert sich die höhere Anfangsinvestition oft schon nach 8-10 Jahren.

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